Georg Petermichl & Michaela Rapp

Schlüsselringe

Georg Petermichl hatte schon vor Jahren die Idee, sich als Schmuckstück einen "Schlüsselring" zu machen. Er ist bislang der einzige Künstler, der mit einer Idee an die Kollaboration heran ging, anstatt ein bestimmtes Material auszuwählen. Er übergab der Schmuckkünstlerin seinen Atelierschlüssel, von dem ein 3D-Scan anfertigt wurde. Der Bart des Schlüssels wurde verlängert, damit die Form entstehen konnte, die Georg Petermichl sich gewünscht hat.
Der Gedanke war die farbliche Bearbeitung, denn Schlüssel sind in der Praxis oft farbig gekennzeichnet, damit man sie besser auseinander halten kann. Es sind verschiedenste Farbkombinationen möglich, die auch auf Wunsch zusammengestellt werden, wodurch der Schlüsselring ein ganz persönliches Stück wird.

 

Über Georg Petermichl's "key", 2020

...Die Idee, dass Objekte mit der Zeit an Wert gewinnen, wird in den beiden großformatigen Neonskulpturen key (2017) und key (2020) spielerisch hinterfragt. Besucher, die mit der Wiener Kunstszene vertraut sind, erkennen die erste dieser Arbeiten vielleicht vom Eingangsbereich des Neuen Jörg, wo sie seit Petermichls Ausstellung vor drei Jahren hängt. Der aus der Kälte geholte Neon-Schlüssel - kopiert vom Set des damaligen Ateliers des Künstlers - zeigt nun deutliche Altersspuren. Die zweite dieser Arbeiten, deren Form dem Schlüssel von Wonnerth Dejaco entnommen ist, wurde dagegen für die Ausstellung neu angefertigt. Wie bei den früheren Schlüsselwerken des Künstlers spiegeln diese Repliken Momente wider, die der Künstler als wichtig für seine Karriere oder seine künstlerische Praxis empfand...
(Auszug aus einem Text von Chloe Stead)

http://georgpetermichl.com/

Nach oben