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Bild mit Ast

Vor einiger Zeit begann sich in meiner Küche eine kleine grüne Raupe zu verpuppen. Diesen Prozess zu beobachten war faszinierend und im Laufe von vielen Stunden entstand eine dichte, opak-weiße Hülle. Beim Putzen stieß ich mehrere Male unabsichtlich an der kleinen Behausung an und bemerkte, dass keinerlei Schaden entstanden war. Die Hülle war extrem fest und stabil. Diese Befähigung zum Widerstand ist beeindruckend, denn der Kokon einer Raupe muss trotz seiner geringen Größe Wind und Wetter trotzen.

 

Durch den kleinen Mitbewohner begann ich mich mit dem Begriff „Imago“ zu beschäftigen. Wir bauen uns keinen Kokon, um uns zu verwandeln, aber über die Phantasie sind wir zu starker Resilienz fähig und können innere Stabilität aktivieren. Der Kokon ist als Synonym für einen Kraft–Ort zu verstehen, der in uns lebendig ist. Ein Kokon kann uns daran erinnern, dass wir aus dieser inneren Quelle schöpfen können.

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